
Temporäre Architektur ist für uns eine Chance, eine Ausdrucksweise. Mit ihr können wir Raum gestalten, auf den wir als Nutzer:innen keinen Einfluss haben. Wir sind der festen Überzeugung, dass (fast) alles möglich ist, wenn man kreativ genug ist und dran bleibt. Genau so sind wir in den letzten Jahren an die Umsetzung von eigenen Projekten herangegangen. Im Prozess und dem dadurch entstandenen Miteinander haben wir Freude gefunden und genau das bildet auch unsere Motivation für diese Thesis.
Dieses Handbuch konzentriert sich auf eine gezielte Dokumentation von Methoden zur Gewinnung von bereits existierenden Materialien für niedrigschwellige Architekturen, Interventionen oder Installationen im öffentlichen und privaten Raum. Eine damit einhergehende Kategorisierung und Bewertung der Materialien mit der Aufzeigung ihrer (Um-)Nutzungspotenziale und dem Verweis auf bereits umgesetzte temporäre Architektur und eigene temporäre Gestaltung bietet eine breite Grundlage zur aktiven Stadtgestaltung.

Grundlagen
Die Wissensgrundlage für dieses Buch findet ihr in diesem Kapitel. Wir geben damit einen Einblick in die unten aufgeführten Themen.
Materialkatalog
Der Materialkatalog ist das zentrale Element dieses Buches. Die Informationen über die Materialien gewinnen wir aus den Interviews, Referenzprojekten und unseren eigenen Versuchen.
Eigene Versuche
Die Versuche zeigen von uns durchgeführte temporäre Aufbauten. Dabei geht es nicht darum, eine Vergleichbarkeit mit Referenzen herzustellen, sondern eine Breite an Möglichkeiten zum Einsatz von Materialien abzubilden. Ziel der Versuche ist es, Selbstversuche für die Materialbeschaffung, den Einsatz und die Nachnutzung durchzuführen. Hierbei überprüfen wir unter anderem die tatsächliche Niedrigschwelligkeit der Materialien, die wir katalogisieren.















